Informationen für die Uniform Resource Name (URN)-Verwaltung und -Geschäftsverteilung für Online-Hochschulschriften


Anmeldung und Autorisierung

Sofern Sie für die Meldung von Online-Hochschulschriften registriert sind, sind Sie gleichzeitig für das URN-Verfahren in der Deutschen Nationalbibliothek autorisiert. Weitere Informationen gehen aus den FAQs zur Archivierung von Online-Hochschulschriften in der Deutschen Nationalbibliothek hervor.

Sie erhalten einen URN-Unternamensraum, beginnend mit "urn:nbn:de" von der Deutschen Nationalbibliothek. Wenden Sie sich dazu bitte an die verantwortlichen Kollegen der Deutschen Nationalbibliothek über die E-Mail nbn-request@d-nb.de.

In den folgenden Fällen ist die Angabe von Legitimationsdaten erforderlich:

Strukturierung der URN

Allgemeine URN-Struktur

Prüfziffer

URNs werden dezentral vergeben und anschließend an die Deutsche Nationalbibliothek gemeldet. Während dieser Transaktion können Fehler (z.B. Tippfehler oder fehlende Teile) auftreten, die durch die Verwendung einer Prüfziffer ausgeschlossen werden können. Bevor ein URN registriert wird, erfolgt eine Validierung des URN-Strings.

Die Prüfziffer (P) befindet sich unmittelbar nach dem letzten Element des NISS. Der Algorithmus zur Berechnung der Prüfziffer bezieht sich auf den gesamten URN-String.

urn:nbn:de:gbv:089-332175294P

Beispiel:

urn:nbn:de:gbv:089-3321752945

Sie können unter der URL http://nbn-resolving.de/nbnpruefziffer.php die Prüfziffer der URN berechnen lassen und anschließend die Information manuell in das lokale System übernehmen. Auf Anfrage kann auch ein Perl-Skript zugesandt werden.

Zeichensatz der URNs

Der Zeichensatz sollte nach Möglichkeit einfach gehalten werden und auf Zahlen, Buchstaben und wenige Sonderzeichen beschränkt sein:

Grundsätzlich wird nur Kleinschreibung akzeptiert. Der limitierte Zeichensatz dient der Konfliktvermeidung bei Softwareanwendungen.

Zitieren mit URNs

Für die Zitierung von Online-Publikationen mit URNs existieren zwei Methoden der Darstellung.

URN-Darstellung

Die URN-Darstellung entspricht der formalen Semantik und ist hinsichtlich Skalierbarkeit und technischer Implementation zukunftsweisend, aber derzeit noch nicht universell einsetzbar.

urn:nbn:de:[snid1]:[snid2]-[niss]

URL-Darstellung

Als universell anwendbare Referenzierung einer URN ist ihre URL-Darstellung in Verbindung mit einer Domain-Adresse:

http://<resolver-adresse>/urn

Die "resolver-adresse" verweist auf die Adresse des Auflösungsmechanismus für den Namensraum, der über den Auflösungsdienst verwaltet wird.

Die Referenzierung einer URN als Hyperlink

Der String

urn:nbn:de:gbv:089-3321752945

als Hyperlink verweist auf die URL-Darstellung der URN:

http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn%3Anbn%3Ade%3Axyz%3A000-123456789

Die Zeichenkette %3A entspricht der Enkodierung des Doppelpunktes, der in einer URL nicht vorkommen darf (siehe RFC 1738).

Die Referenzierung einer URN ohne Hyperlink (z.B. in Printmedien)

Der URN folgt in eckigen Klammern ihre URL-Darstellung:

urn:nbn:de:gbv:089-3321752945

[http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn%3Anbn%3Ade%3Agbv%3A089-3321752945]

Die Gründe für diese redundante Darstellung liegen darin, dass der Nutzer damit Kenntnis über die entsprechende "Resolver-Adresse" erhält. Gleichzeitig wird gewährleistet, dass im Falle einer Änderung des internationalen Umfeldes (z.B. eine internationale URN-Auflösung), die URN ebenfalls in ihrer ursprünglichen syntaktischen Form verwendet werden kann. Darüber hinaus sind im Fall der ausschließlichen Darstellung der URN als URL Rückschlüsse auf die ursprüngliche syntaktische Form der URN für den Nutzer nur schwer realisierbar.

Speicherung der URN in der Ressource

Persistent Identifier für digitale Inhalte dienen einerseits der Langzeitverfügbarkeit der Online-Ressourcen, andererseits der dauerhaften sicheren Referenzierbarkeit. Im Hinblick auf die persistente Zitierfähigkeit einer URN durch einen Nutzer empfiehlt die Deutsche Nationalbibliothek, die im Projekt vergebenen URNs für digitale Dissertationen zusätzlich in die Ressource selbst einzubringen.

In Abstimmung mit der Koordinierungsstelle "DissOnline" an der Deutschen Nationalbibliothek, können URNs formal unterhalb des Titels, aber vor dem Beginn des Textes positioniert werden.

Damit Print- und Online-Dissertation identisch sind, muss diese Angabe in beiden Versionen erfolgen d.h. das Einbinden der URN in die Ressource ist vom Doktoranden selbst auszuführen.

Bibliografische Erfassung von URNs

Gegenwärtige Erfassung von URN und URLs in PICA/ILTIS in der Deutschen Nationalbibliothek

Erfassung von URN und URLs in MAB (produktiv ab dem 01.08.2004)

Transferbedingungen und Transferschnittstellen zur Verwaltung von URNs an der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek ist in der Lage, URNs über verschiedene Transferwege zu registrieren. Für Online-Hochschulschriften existieren folgende Möglichkeiten:

Im folgenden werden die Besonderheiten des speziellen Verfahrens zur URN-Erstregistrierung für Online-Hochschulschriften dargestellt. Ausführliche Informationen zu Transferbedingungen und Transferschnittstellen zur Verwaltung von URNs an der Deutschen Nationalbibliothek finden Sie unter dem Menüpunkt "Implementation (URN)".

URN-Erstregistrierung für Online-Hochschulschriften über etablierte Geschäftsgänge

Das Verfahren zur Übermittlung von Online-Hochschulschriften an die Deutsche Nationalbibliothek sieht die Meldung von Metadaten und dem Objekt vor. Im Rahmen des URN-Managements ist nur die Metadaten-Meldung an die Deutsche Nationalbibliothek wie folgt betroffen.

Beispiele

Retrospektive URN-Vergabe und Meldung an die Deutsche Nationalbibliothek

Eine Besonderheit der URN-Verwaltung für Online-Hochschulschriften ist die nachträgliche URN-Meldung an die Deutsche Nationalbibliothek, wenn die Objekte bereits archiviert sind.

Es wird auf Anfrage () von der Deutschen Nationalbibliothek eine Datei zugesandt, die alle Datensätze in einem festgelegten Format enthält, für die noch keine URNs vergeben wurden. Diesen Datensätzen müssen die URNs hinzugefügt werden. Anschließend wird die Datei an die Deutsche Nationalbibliothek zurückgesandt. Der Abgleich mit dem Katalog in der Deutschen Nationalbibliothek erfolgt alle sechs Monate, um den Arbeitsaufwand zu minimieren.

Für OPUS-Anwender steht ein Skript zur automatischen URN-Generierung auf den internen Seiten der OPUS-Betreiber zur Verfügung.

Prüfverfahren

Damit beim Resolving-Prozess nur gültige URLs ausgegeben werden, wird ein täglicher URL-Check durchgeführt. Optional werden zusätzlich Konsistenzprüfungen auf Basis eines Hashcodes durchgeführt.
Werden URLs als nicht erreichbar identifiziert, wird der Nutzer beim Resolving-Prozess automatisch auf die Archiv-URL der Deutschen Nationalbibliothek verwiesen.

URL-Fehlermeldungen können temporär auftreten, z.B. durch fehlerhafte Netzverbindungen oder instabil laufende Server. Wenn URLs wieder verfügbar sind, werden sie beim Resolving-Prozess ausgewiesen. Dieser Vorgang ist vollständig automatisiert. Die Kennzeichnung von URLs, die dauerhaft inaktiv sind, z.B. infolge von Serverumstellungen, erfolgt zur Zeit nach Absprache individuell.

Aktuelle Informationen sind unter der Kategorie Statistik verfügbar.

Auflösung von URNs


02.01.2008