Projektantrag

"Kompetenznetzwerk Neue Dienste, Standardisierung, Metadaten"

EPICUR

"Enhancement of Persistent Identifier Services - Comprehensive Method for unequivocal Resource Identification"

Inhaltsverzeichnis

Projektbeteiligte
Kontaktadresse
I. Ziele
I.1 Gesamtziel des Vorhabens, Bezug zu förderpolitischen Zielen
I.2 wissenschaftliche und technische Arbeitsziele des Vorhabens
I.2.1 Allgemeine Darstellung
I.2.1.1 URN-Bereich
I.2.1.2 DOI-Bereich
I.2.1.3 Komplementäre Nutzung von DOIs und URNs
I.2.1.4 PI-Produkte
I.2.2 Umsetzung an Der Deutschen Bibliothek
I.2.2.1 URN-Bereich
I.2.2.2 DOI-Bereich
I.2.2.3 Komplementäre Nutzung von DOIs und URNs
I.2.2.4 PI-Produkte
II. Stand der Wissenschaft und Technik; bisherige Arbeiten
III. Ausführliche Beschreibung des Arbeitsplans
III.1 Interne organisatorische Umsetzung in Der Deutschen Bibliothek
III.1.1 Internationale Zusammenarbeit
III.1.2 nationale Zusammenarbeit
III.1.3 URN-Bereich
III.1.4 DOI-Bereich
III.2 Inhaltsbezogener Arbeitsplan
III.2.1 konzeptionelle und organisatorische Gestaltung
III.2.2 Technische Umsetzung
III.3 Vorhabenbezogene Ressourcenplanung, Meilensteinplanung (Zeitplan)
IV. Arbeitsteilung / Zusammenarbeit mit Dritten
V. Verwertungsplan
VI. Notwendigkeit der Zuwendungen
Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen
Fussnoten

Projektbeteiligte

Kathrin SchroederProjektleitung, Projektmitarbeiterin Die Deutsche Bibliothekschroeder@dbf.ddb.de

Tel: 069-1525-1480
Fax: -1799

N.N.BAT IIa   
N.N.Assistentin   
N.N.Wiss. Hilfskraft   

Kontaktadresse

Die Deutsche Bibliothek, Deutsche Bibliothek Frankfurt am Main, Adickesallee 1, 60322 Frankfurt am Main

I. Ziele

I.1 Gesamtziel des Vorhabens, Bezug zu förderpolitischen Zielen

Durch die in den letzten Jahren stark gestiegene Zahl von Online-Publikationen ist für eine effiziente Nutzung von Netzpublikationen die Verwendung eindeutiger Identifikationssysteme im Internet anstelle der instabilen Uniform Resource Locator (URLs) erforderlich. Eine Lösung, die Nachteile von URLs zu kompensieren sowie eine dauerhafte Verfügbarkeit und damit auch die Referenzierbarkeit von Online-Ressourcen zu gewährleisten, ist die Einführung von Persistent Identifiers (PI). Dabei werden anstelle der URLs PIs als Identifikatoren angeben und anschließend über einen zwischengeschalteten Mechanismus (Resolving) in die zugehörigen URL(s) aufgelöst.

Beispiele für PI-Systeme sind der DOI (Digital Object Identifier)[1], der schwerpunkt­mäßig im Bereich des eCommerce und Content Management angewendet wird, und der URN (Uniform Resource Name) [2] im nichtkommerziellen Sektor. Beide Systeme gehen von nahezu gegensätzlichen, sich gegenseitig ergänzenden Prämissen aus.

Der URN ist ein Standard zur Adressierung von Ressourcen und gleichzeitig ein spezielles Uniform-Resource-Identifier-(URI)-Schema[3] mit einer institutionellen Verpflichtung zur persistenten, standortunabhängigen Identifizierung der damit adressierten Ressourcen. URNs wurden mit dem Ziel konzipiert, die Kosten für die Bereitstellung von Gateways sowie die Nutzung von URNs so gering wie möglich zu halten - vergleichbar mit existierenden Namensräumen wie z.B. URLs. Aus diesem Grund wurde in Standards[4] festgelegt, wie bereits existierende oder angewendete Namensräume bzw. Nummernsysteme einfach in das URN-Schema sowie die gängigen Protokolle wie z.B. HTTP (Hypertext Transfer Protocol) oder Schemas wie z.B. URLs integriert werden können.

Dem DOI liegt ein System zur Identifizierung und dem Austausch von jeder Entität geistigen Eigentums zugrunde. Gleichzeitig werden mit dem DOI technische und organisatorische Rahmenbedingungen bereitgestellt, die eine Verwaltung digitaler Objekte sowie die Verknüpfung der Produzenten und Informationsdienstleistern mit den Kunden erlauben. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, Dienste für elektronische Ressourcen, die auf Grund von Copyrights, Lizenzierungen oder aus weiteren kommerziellen Gründen eingeschränkt zugänglich sind, auf Basis von DOIs zu entwickeln und zu automatisieren. DOI ist eine technische Implementation des CNRI-(Corporation for National Research Initiatives)-Handle-Systems[5], in dem die Bezeichnung "DOI" anstelle von "handle" genutzt wird, um den Identifier zu beschreiben.

Mit dem DOI wird ein technisch abgeschlossenes System zur Identifizierung und Verwaltung von Ressourcen bereitgestellt, während der technische Ansatz für URNs grundsätzlich offen gestaltet ist und Potenziale für eine universale, globale Auflösung besitzt. Gegenwärtig haben sich vereinzelt PI-Dienste angepasst an Einzelszenarien in beiden Systemen  etabliert[6]. Es besteht jedoch weiterhin ein allgemeiner Handlungs- und Entwicklungsbedarf hinsichtlich der Einführung von PIs, Etablierung von Verfahrensweisen und technischen Lösungen für eine komplementäre Verwendung von DOIs und URNs, der technischen Weiterentwicklung von PI-Diensten sowie der Schaffung organisatorischer Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene im URN-Bereich. Dies ist ein wesentliches Ergebnis des Projektes CARMEN-AP4[7]: "Da dieser Bereich sich allerdings noch im Fluss befindet, ist als Konsequenz festzuhalten, dass es unabhängig von existierenden Verfahren weiterhin der Mitarbeit und Mitgestaltung bedarf, um Standards und Verfahren zu entwickeln, die an den Notwendigkeiten und Anforderungen der beteiligten Akteure zu messen sind."[8]

Die Deutsche Bibliothek hat im Rahmen des Projektes CARMEN-AP4 ein auf Kooperation angelegtes, verteiltes URN-Management eingeführt. Die positive Resonanz[9] und die große Akzeptanz[10] demonstrieren die Notwendigkeit, den bestehenden URN-Dienst an Der Deutschen Bibliothek in organisatorischer und technischer Hinsicht auszubauen. Das Ziel in Bezug auf die technische Erweiterung ist, eine sichere, leistungsfähige technische Infrastruktur für einen PI-Dienst mit erweiterten Funktionalitäten auf Grundlage des Prototyps von CARMEN-AP4 zu entwickeln und zu implementieren. Gleichzeitig wird angestrebt, im nationalen Kontext Rahmenbedingungen zu schaffen, welche die Einführung von dezentralen PI-Diensten erlauben, unterstützen und eine Anbindung an einen global geführten URN-Resolving-Dienst ermöglichen. In organisatorischer Hinsicht wird mit den entsprechenden Organisationen und Firmen zusammengearbeitet, damit PIs als Standardnummern z.B. in bibliothekarischen Präsentationsformaten bzw. weiteren Produkten sicher angewendet werden können. Auf internationaler Ebene wird auf Grundlage des Beschlusses der Sitzung der CoBRA+ (Computerized Bibliographic Record Actions) im Juli 2002 von Der Deutschen Bibliothek in Zusammenarbeit mit der Nationalbibliothek Helsinkis durch die Bereitstellung eines "URN-Information Centers" eine Informationsbündelung und eine zentrale Clearingstelle für URN-Informationen angestrebt. Ein weiteres Ziel ist die Initiierung einer internationalen Interessenvertretung im URN-Bereich.

Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt für PI-Implementierung ist die aktive Mitgestaltung von neuen DOI-Diensten und die Beobachtung der Weiterentwicklung von bestehenden DOI-Produkten. Gegenwärtig ist der Bekanntheitsgrad von DOI in Verbindung mit seinen Produkten hoch. Die Anwendung von DOIs im Verlagsbereich für Ressourcen, die im Bibliotheks- und Dokumentationsbereich erfasst werden, hat sich bei großen Verlagen wie z.B. Springer und Elsevier zu einem festen Bestandteil entwickelt. Bisher konzentrierten sich die Anwendungen von DOIs überwiegend auf den kommerziellen Bereich (ausführliche Informationen s. Fußnote 6). Gegenwärtig werden durch die DOI-F (DOI-Foundation) Nationalbibliotheken kontaktiert, um Anforderungen an neue Dienste, die der "Library Community" gerecht werden, zu spezifizieren und diese arbeitsteilig zu entwickeln. Dies wurde während der CoBRA+ Sitzung im Juli 2002 thematisiert und der Beschluss gefasst, dass europäische Nationalbibliotheken (zunächst Nationalbibliotheken im Rahmen von CoBRA+) gemeinsam der DOI-F beitreten. Die Deutsche Bibliothek steht derzeit für die Absprache von Details in Kontakt mit weiteren Nationalbibliotheken.

Ziel ist, die Ergebnisse bzw. Produkte, die aus der Mitarbeit in der DOI-F resultieren, auf ihre Anwendbarkeit sowohl in funktionaler Hinsicht als auch unter dem Aspekt des Verhältnisses von Kosten und Nutzen zu analysieren und ggf. in den PI-Dienst zu integrieren. Gleichzeitig wird mit dieser Arbeit eine Positionierung Der Deutschen Bibliothek innerhalb des DOI-Netzwerkes beabsichtigt.

I.2 wissenschaftliche und technische Arbeitsziele des Vorhabens

I.2.1 Allgemeine Darstellung

Die in der Beschreibung der allgemeinen Zielstellung skizzierten Ausgangsbedingungen verdeutlichen, dass ein allgemeiner Handlungsbedarf im URN-Bereich besteht, dessen praktische Umsetzung jedoch nicht isoliert von der gegenläufigen Entwicklung "DOI" erfolgen darf. Daraus resultieren zwei ineinandergreifende Arbeitsgebiete

I.2.1.1 URN-Bereich

URN-Nummernstruktur (Vergabe und Verwaltung)

Die Grundidee von URNs als persistente Identifier ist die strikte Trennung der Identifikation der Objekte durch eine eindeutige Nummer und der Standortreferenz (z.Z. in Form der URLs). In diesem Abschnitt wird ausschließlich die zukünftige Form der URN-Nummernstruktur diskutiert.

Die Verwendung einer einheitlich strukturierten, standardisierten URN-Nummer hat viele Vorteile. Beispiele sind die Referenzierbarkeit als Standardnummer oder die Möglichkeit einer virtuellen Zusammenführung verteilter digitaler Bestände nach verschiedenen Kriterien.

Langfristig bietet eine einheitliche URN-Nummernstruktur und die Vergabe von URNs aus demselben Namensraum die größten Potenziale für die technische Realisierung eines globalen Auflösungsmechanismus unter Nutzung der bestehenden technischen Infrastruktur des Internet (s. Absatz unten "Resolving-Mechanismus"). Der Grund ist der hierarchische Aufbau der URNs[11]. Mit dieser Struktur ist es möglich, durch die Extraktion der Namensräume aus den URN-Nummern automatisiert Resolving-Dienste zu identifizieren und im Fall eines URN-Requests, den Benutzer an den für diese URN-Nummer zuständigen Dienst weiterzuleiten. Voraussetzung dafür ist die Anwendung von globalen, hierarchisch strukturierten URN-Namensräumen, in denen gleichzeitig der Verantwortungsbereich bezüglich URN-Vergabe und -Auflösung der teilnehmenden Institutionen festgelegt wird. Diese Anforderungen erfüllt der URN-Namensraum "NBN" ("National Bibliography Number"), ein international verwalteter Namensraum der Nationalbibliotheken. In diesem Namensraum wurde eine Arbeitsteilung vereinbart, die sich an dem Sammelauftrag der Nationalbibliotheken bzw. dem ISO-Ländercode orientiert. Die Deutsche Bibliothek ist für den Nummernbereich "urn:nbn:de" zuständig. Unterhalb der Länderebene kann die hierarchische Struktur fortgeführt werden. Dies wurde während des Projektes CARMEN-AP4 umgesetzt. Gleichzeitig wurde damit die Anwendung einer einheitlichen URN-Nummernstruktur in Deutschland initiiert. Die Pflege von URNs als Standardnummern erfordert den Ausbau geeigneter organisatorischer Rahmenbedingungen, um eine koordinierte, abgestimmte dezentrale URN-Vergabe zu ermöglichen und die Implementierung von Anwendungen, die auf URNs basieren, zu vereinfachen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist eine nationale Registrierungsinstanz. Diese Aufgabe wird Die Deutsche Bibliothek übernehmen.

Resolving-Mechanismus

Die technische Realisierung der automatischen Zuordnung von URN zur URL ("Resolving-Mechanismus") wird gegenwärtig über technische Brückenlösungen  simuliert ("Persistent-URL", Proxy-Server, PlugIn). Es existieren jedoch Ansätze, die ein universell einsetzbares globales Resolving erlauben. Der vielversprechendste Ansatz liegt in der Benutzung von "DNS-NAPTR" (Domain Name System - Naming Authority PointR). Dieser Ansatz geht von der Einbettung dieses Dienstes in das DNS-System aus. Das DNS-Konzept sieht die Zuordnung der logischen Adressierungsbezeichnungen für einen Rechner (Domain-Namen) zu den eindeutigen Namen (IP-Nummern) vor. Es erfolgt eine Auflösung von Domain-Namen wie z.B. http://deposit.ddb.de in die zugehörigen IP-Adressen wie z.B. 10.10.1.44. Innerhalb des DNS-Systems sind anwendungsabhängig verschiedene Dienste implementiert. Ein Bestandteil ist NAPTR, der dazu verwendet werden kann, durch Analyse der URN-Nummer Resolving-Dienste zu identifizieren.

Derzeit befindet sich dieser Bereich auf organisatorischer und technischer Ebene noch in der Entwicklung. Im Juni 2002 wurde eine Standardisierung von Komponenten, die für ein Resolving mit NAPTR erforderlich sind, erreicht, bisher sind keine praktischen Anwendungen bekannt. Aus diesem Grund ist weiterhin eine aktive Mitgestaltung bei der Entwicklung von Standards und Verfahren erforderlich.

Technische Anforderungen

Um eine möglichst hohe Verfügbarkeit von URN-Dienste gewährleisten zu können, sind technische Lösungen hinsichtlich Datensynchronisation, Datenabgleich, Ausfallsicherheiten, Performance und Portierbarkeit zu finden und zu implementieren. Diese Lösungen müssen sich an internationalen Entwicklungen orientieren, damit diese Dienste langfristig und plattformunabhängig genutzt werden können.

Ein wesentlicher Aspekt ist die Zusammenführung der für den URN-Dienst notwendigen Daten aus verteilten, heterogenen Datenbeständen. Um diese Daten in den URN-Dienst integrieren zu können, sind Mechanismen einzusetzen, die einen Datenaustausch aus heterogenen Systemen ermöglichen. Dabei steht die Analyse des OAI-Protokolls (Open Archives Initiative)[12] als systemunabhängige Schnittstelle zum Austausch von Metadaten im Vordergrund.

URN-Marketing

Um die Vorteile, die in der Verwendung eines standardisierten URN-Nummernsystems liegen, nutzen zu können, kommt dem Bereich des URN-Marketings eine besondere Bedeutung zu. Dazu ist die Sensibilisierung und Aufklärung der entsprechenden Zielgruppen gegenüber dieser Thematik notwendig z.B. durch die Präsentation auf Konferenzen, Veröffentlichungen, gezielte Kontaktierung von Zielgruppen oder Durchführung von Workshops.

Eine international koordinierte Informationsbündelung von weiteren URN-Diensten und -Anwendungen, Richtlinien für die Implementation von URN-Diensten, Standardisierungsfortschritte hinsichtlich der URN-Nummernstruktur wurde bisher nicht etabliert. Die Deutsche Bibliothek wird sich deshalb in diesem Bereich aktiv engagieren und ein sogenanntes "International URN-Information Support Center" aufbauen.

Aus Sicht des Produzenten von Netzpublikationen sind Produkte für die Erstellung der Dokumente attraktiv, welche die Einbindung von URNs in das Dokument im Entstehungsprozess unterstützen. Aus diesem Grund ist diesem Bereich verstärkt Aufmerksamkeit zu widmen und Unternehmen auf diesen Sachverhalt anzusprechen sowie Autoren für die Nutzung zu sensibilisieren.

I.2.1.2 DOI-Bereich

Im Rahmen der Mitgliedschaft in der DOI-F werden Konzepte, Spezifikationen und Ziele einer Arbeitsgruppe "DOIs for Archiving" erarbeitet und festgelegt. Im Einzelnen sind folgende Bereiche zu berücksichtigen:

Erarbeitung eines Strategiekonzeptes

DOI-Nummernstruktur (Vergabe und Verwaltung)

DOI-Application Profile "DOIs for Archiving"

Um DOIs zu registrieren, ist zusätzlich zur Nummer die Lieferung eines Metadatensatzes an die DOI-F bzw. RAs erforderlich. Die gegenwärtig angewendeten Metadaten-Sets entsprechen nicht den Anforderungen der Library Community, da sie vorrangig für die Anwender aus dem eCommerce konzipiert wurden. Aus diesem Grund ist ein Metadaten Application Profile "DOIs for Archiving" zu erarbeiten. Dazu sind bereits international verwendete Metadaten-Sets auf ihre Anwendbarkeit zu prüfen und ggf. einzubeziehen, um Kompatibilität zwischen bereits existierenden Schemas zu gewährleisten.

DOI-Resolving-Mechanimus

Technische Anforderungen an neue DOI-Dienste

Ausgehend von funktionalen Anforderungen an neue DOI-Dienste im Bibliotheks- und Dokumentationsbereich sind die technischen Funktionen zu konkretisieren und Lösungen zu erarbeiten.

DOI-Marketing

Der Bereich DOI-Marketing wird durch die DOI-F wahrgenommen.

I.2.1.3 Komplementäre Nutzung von DOIs und URNs

In Abhängigkeit der Nutzerinteressen von Produzenten, Lieferanten oder Endnutzern von digitalen Informationen sowie von Dokumentenklassen lassen sich verschiedene Anwendungsszenarien identifizieren, in dessen Kontext die Anforderungen entweder durch eine Vergabe bzw. Verwaltung von Persistent Identifiern aus dem URN-System[13] oder durch DOIs besser erfüllt werden. Es müssen deshalb Mechanismen entwickelt werden, die eine parallele Verwaltung und Auflösung sowohl von URNs als auch von DOIs gewährleisten.

I.2.1.4 PI-Produkte

Die Anwendung von PIs ermöglicht den Aufbau konsistenter Linkstrukturen auf verschiedenen Objektebenen wie z.B. Verlinkungen im Objekt selbst sowie Links in Gateways oder Katalogen.

Dienste, die einen Mehrwert für den Nutzer darstellen, lassen sich auf Basis von PIs konsolidieren wie z.B. kontext-sensitive Verknüpfung von heterogenen, verteilten digitalen Datenbeständen.

Als weitere Anwendungsszenarien sind die Integration einer PI-Suchfunktion in Suchmaschinen oder die Nutzung von URNs als Bookmarks denkbar.

Unternehmensinterne Geschäftsprozesse für die Verwaltung von verteilten Dokumenten lassen sich durch die Anwendung von PIs effizient gestalten.

Die Einbeziehungen zukunftsoffener Dokumentstrukturierungsstandards wie z.B. XML bieten große Entwicklungsmöglichkeiten hinsichtlich der Generierung von Mehrwert wie z.B. der Aufbau eines semantischen Netzes.

I.2.2 Umsetzung an Der Deutschen Bibliothek

Aus Sicht der Benutzer der Dienstleistungen Der Deutschen Bibliothek und Datenlieferanten an Die Deutsche Bibliothek bieten die Schaffung der Voraussetzung für eine komplementäre Nutzung von URNs und DOIs sowie die Integration beider Systeme in ein PI-Portal den größten Nutzen und Akzeptanz. Die dazu notwendigen Aufgabenbereiche werden in den folgenden Abschnitten konkretisiert.

I.2.2.1 URN-Bereich

Im URN-Bereich ist die Schaffung geeigneter organisatorischer Rahmenbedingungen ein wesentlicher Aspekt neben der technischen Realisierung eines PI-Dienstes. Aus diesem Grund wird Die Deutsche Bibliothek eine nationale "URN-Koordinierungsstelle" einrichten.

Aufgaben und Ziele Der Deutschen Bibliothek als nationale "URN-Koordinierungsstelle"

Ausgehend von den Ergebnissen des Projektes CARMEN-AP4 wurden Aufgaben in folgenden Bereichen identifiziert:

Standardisierungsarbeit
URN-Nummernstruktur

Das im Projekt eingeführte URN-Nummernsystem berücksichtigt gegenwärtig nur Institutionen, die einem Bibliotheksverbund angehören. Um Institutionen außerhalb der Bibliotheksverbünde eine URN-Vergabe innerhalb des Namensraumes "NBN" zu ermöglichen und um die Verwendung einer standardisierten URN-Nummernstruktur zu unterstützen, ist die Erweiterung bisheriger Richtlinien für

Die Festlegung dieser Richtlinien erfolgt in Zusammenarbeit mit Vertretern der Bibliotheksverbünde, Expertenausschüssen im Bereich der Standardisierung und unter Einbeziehung der Institutionen, die sich an dem Namensraum "NBN" beteiligen möchten.

URN-Vergabe
URN-Verwaltung

Für die Umsetzung einer koordinierten URN-Vergabe ist der abgestimmte Aufbau von "URN-Registries" zur Administration und Registrierung von Nummernbereichen bzw. Namensräumen notwendig. Denkbar sind ein zentral geführtes URN-Registry in Der Deutschen Bibliothek und lokale Registries, die von den betreffenden Institutionen gepflegt werden. Für den Aufbau der "URN-Registries" sind konzeptionelle und technische Empfehlungen unter Berücksichtigung der Anforderungen von potenziellen URN-Anwendern wie z.B. Verlage und in Kooperation mit Vertretern der Bibliotheksverbünde zu erarbeiten.

URN-Resolving

Aufgaben in diesem Bereich sind die

Weitere Aufgaben sind die Funktion

I.2.2.2 DOI-Bereich

In Abhängigkeit von der Funktion Der Deutschen Bibliothek in Bezug auf DOI kristallisieren sich in diesem Bereich die folgenden drei Aufgabengebiete heraus.

Die Deutsche Bibliothek als DOI-Anwender

Dieser Fall tritt ein, wenn Institutionen aus dem Bibliotheks- und Dokumentationsbereich elektronische Dokumente mit DOIs melden, die in Der Deutschen Bibliothek archiviert werden. Da noch keine praktischen Erfahrungen hinsichtlich der bibliografischen Erfassung, Verwaltung, Präsentation und ggf. Auflösung von DOIs vorliegen, müssen entsprechende Workflows und technische Lösungen für die Implementierung erarbeitet werden. Konkrete Planungen für die Umsetzung in Der Deutschen Bibliothek werden unter Punkt "III.1.4 DOI-Bereich" erläutert.

Die Deutsche Bibliothek als Ansprechpartner für DOI

Diese Aufgabe wird im Rahmen der "URN-Koordinierungsstelle" wahrgenommen werden, da an dieser Stelle die Kompentenzen gebündelt werden und eine zentrale Einrichtung die Kanalisierung von Informationen gewährleisten wird. Aus Anwendersicht ist die Möglichkeit, sich gezielt an eine zentrale Einrichtung wenden zu können, vorteilhaft.

Die Deutsche Bibliothek als aktives Mitglied in der DOI-F

Die konkreten Arbeitsaufgaben sind abhängig von der kooperativen Arbeitsplanung der teilnehmenden Nationalbibliotheken in der DOI-F. Während der Projektlaufzeit werden konkrete Lösungsvorschläge zu den folgenden Punkten erarbeitet:

I.2.2.3 Komplementäre Nutzung von DOIs und URNs

In Abhängigkeit der Ergebnisse hinsichtlich URN-Vergabe, -Verwaltung, der Mitarbeit in der DOI-F sowie der Anforderungen für eine Einbindung von DOI-Diensten sind im Projekt konzeptionelle und technische Lösungen zu erarbeiten.

I.2.2.4 PI-Produkte

Es ist davon auszugehen, dass heterogene Nummernstrukturen und Auflösungsmechanismen verwendet werden.

Aus diesem Grund bietet der Aufbau eines PI-Portals große Vorteile für die Benutzer. Über eine zentrale Einstiegsseite können Nutzer z.B. URNs unterschiedlicher Namensräume auflösen wie z.B. URNs aus dem Namensraum "NBN" oder "ISSN". Weiterhin ist die Integration von erweiterten Funktionalitäten an dieser Stelle sinnvoll, da der Aufwand für die Erstellung im günstigsten Verhältnis zur potenziell möglichen Nutzung steht. Denkbar ist das Anbieten von Recherchefunktionen, die es dem Benutzer ermöglichen, gezielt herauszufinden, ob eine bestimmte URL bereits eine URN erhalten hat, welche Institutionen sich an der URN-Vergabe beteiligen, wie viele URNs registriert sind etc.

Eine international koordinierte Informationsbündelung bietet große Entwicklungs­möglichkeiten für weitere URN-Dienstleistungen wie z.B. einen zentralen Resolving-Dienst für den internationalen Namensraum "NBN".

Parallel dazu können kostenpflichtige Dienstleistungen angeboten werden wie z.B. auf Basis der zu einer URN oder DOI gehörenden Metadaten eine kontext-abhängige Recherche in externen Datenbankbeständen und als Ergebnis ggf. das Anbieten der Volltexte.

II. Stand der Wissenschaft und Technik; bisherige Arbeiten

Der gegenwärtige Stand der Wissenschaft und Technik geht aus den Ergebnissen des Projektes CARMEN-AP4 hervor. Dazu sei insbesondere auf den Abschlussbericht[14] des Projektes verwiesen.

Eine zusätzliche Recherche bei den entsprechenden Fachinformationsanbietern (GBI, Patentämter etc.) ergab keine neuen Informationen.

III. Ausführliche Beschreibung des Arbeitsplans

III.1 Interne organisatorische Umsetzung in Der Deutschen Bibliothek

III.1.1 Internationale Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit erfolgt durch die aktive Mitarbeit in folgenden Gremien:

Darüber hinaus werden sich während des Projektes Kooperationen mit weiteren Institutionen, die URNs bzw. DOIs einführen oder einen bestehenden Dienst ausbauen, ergeben.

III.1.2 nationale Zusammenarbeit

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Juni 2002) wird mit folgenden Gremien, Institutionen und Organisationen zusammengearbeitet:

Folgende Institutionen haben Interesse signalisiert, PIs einzuführen:

III.1.3 URN-Bereich

Die Nutzung bereits bestehender Geschäftsbeziehungen und Kontaktpartnern des Bereiches "Zentrale bibliografische Dienste" in Der Deutschen Bibliothek bietet sich besonders gut an, um die für Die Deutsche Bibliothek interessanten Zielgruppen gezielt ansprechen zu können. Dazu gehören auch Präsentationen auf Konferenzen und Messen (Buchmesse etc.), Herausgabe von Flyern etc.

Zu dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit zählen auch Vorträge auf Konferenzen u.a. auf dem Bibliothekartag, Informationsveranstaltungen, die Durchführung von Workshops und Fortbildungsveranstaltungen sowie die Beratung bei der Einführung von URN-Diensten.

Für die Arbeitsbereiche URN-Vergabe, -Verwaltung und Resolving-Mechanismus besteht gegenwärtig (Stand: Juli 2002) noch keine etablierte Infrastruktur. Der Ausbau erfolgt während der Projektlaufzeit. Details für die Realisierung werden unter Punkt III.2 "Inhaltsbezogener Arbeitsplan" aufgeführt.

III.1.4 DOI-Bereich

Derzeit (Stand: Juli 2002) liegen noch keine praktischen Erfahrungen in Bezug auf die Verwaltung und Nutzung von DOIs vor, so dass eine sinnvolle organisatorische, personelle und technische Einbindung in Der Deutschen Bibliothek abhängig von den Ergebnissen der Mitgestaltung neuer DOI-Dienste innerhalb der DOI-F erst während der Projektlaufzeit möglich ist.

Im Fall von Meldungen von elektronischen Publikationen mit DOIs an Der Deutschen Bibliothek werden in der Projektlaufzeit die Voraussetzungen für die Erfassung, Verwaltung und ggf. Auflösung geschaffen. Dies umfasst folgende Punkte:

III.2 Inhaltsbezogener Arbeitsplan

Aus der Zielsetzung ergeben sich zwei Arbeitsschwerpunkte:

Es bestehen jedoch gegenseitige Abhängigkeiten.

III.2.1 Konzeptionelle und organisatorische Gestaltung

III.2.2 Technische Umsetzung

Technische Anforderungen an den PI-Dienst

Angestrebt wird eine Implementierung eines PI-Dienstes, der sich an verschiedenen Anwendungs­szenarien ausgewählter Testpartner orientiert. Das Ziel ist, ein System zu schaffen, das eine einfache technische Anbindung weiterer Anwendungen weitestgehend unabhängig von ihren funktionalen Kriterien und technischen Voraussetzung ermöglicht.

III.3 Vorhabenbezogene Ressourcenplanung, Meilensteinplanung (Zeitplan)

Aus Punkt III.2 ergeben sich, bezogen auf den Zeitplan, folgende Tätigkeiten:

Gesamtlaufzeit Tätigkeiten
6 Monate - 1. Quartal
  • Konsolidierung des bestehenden URN-Dienstes an Der Deutschen Bibliothek in technischer und organisatorischer Hinsicht
  • Bildung einer URN-Arbeitsgruppe
  • Konzept für die Einrichtung einer nationalen URN-Clearingstelle
  • Festlegung digitaler Dokumentenklassen  und Objekttypen für eine erweiterte URN-Vergabe an Der Deutschen Bibliothek
  • Erarbeitung eines Konzeptes für die zukünftige URN-Nummernstruktur
  • Konzeption für Verfahren einer überregionalen, namensraumunabhängigen URN-Vergabe
  • Konzept für Standardisierungsarbeit
  • Konzept für eine koordinierte, dezentrale URN-Verwaltung
  • Evaluation Softwaretools und Hardwarekomponenten für einen nationalen PI-Dienst
  • Konzept für das kooperative internationale URN-Information-Center Der Deutschen Bibliothek und der Nationalbibliothek Helsinkis
  • Erarbeitung eines Konzeptes für die formale und inhaltliche Zusammenarbeit mit der DOI-F sowie einer Arbeitsteilung mit weiteren Nationalbibliotheken
6 Monate - 2. Quartal
  • Festlegung der inhaltlichen Aufgaben der URN-Arbeitsgruppe
  • Festlegung der Anforderungen und organisatorische Einbindung der URN-Clearingstelle
  • Festlegung der Art der Zusammenarbeit mit den Gremien für die Standardisierungsarbeit
  • Konkretisierung der "Policies" für eine URN-Vergabe
  • Beginn der technischen Entwicklung eines nationalen PI-Dienstes
  • Spezifizierung der Aufgaben bzgl. der Zusammenarbeit mit der DOI-F
  • Konkretisierung, ggf. Evaluation von Softwarekomponenten für eine mögliche Integration von DOI-Diensten
6 Monate - 3. Quartal
  • Umsetzung, ggf. Präzisierungen  und Erweiterungen  erarbeiteter Konzepte
  • Tests und Weiterentwicklung des PI-Dienstes
6 Monate - 4. Quartal
  • Fortführung der Zusammenarbeit mit den entsprechenden Gremien und Institutionen
  • Anpassung und Anwendung des PI-Dienstes

Die in der folgenden Tabelle aufgeführten Tätigkeiten werden parallel zu den bereits beschriebenen Aufgaben ausgeführt.

Tätigkeit Zeitraum
Aktive Mitarbeit an der Etablierung von Standards zur technischen Realisierung eines globalen Resolving-Mechanismus beim W3C, der IETF und IESG 1. - 4. Quartal
URN-Marketing durch Präsentation auf Konferenzen, Fortbildungs­ver­an­staltungen, Durchführung von Workshops  etc. 1. - 4. Quartal
Aktive Mitarbeit in der DOI-F 1. -  4. Quartal
Zentraler Ansprechpartner zum Thema PI 1. - 4. Quartal
Research hinsichtlich neuer PI-Entwicklungen, institutioneller  Rahmenbedingungen, URN/DOI-Produkte, Evaluation technischer Tools 1. - 4. Quartal
Technische Pflege und Weiterentwicklung des Resolving-Dienstes 1. - 4. Quartal

Da Abhängigkeiten zwischen der Zusammenarbeit mit Gremien und Institutionen und  der technischen Realisierung eines PI-Dienstes bestehen, sind zeitliche Verschiebungen der Realisierung einzelner Aufgabenbereiche möglich. Eine exakte Zeitplanung ist aus diesem Grund zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Stand: Juli 2002) nicht möglich.

Eigenleistung Der Deutschen Bibliothek

Komponenten, die während der Projektlaufzeit von CARMEN-AP4 erstellt wurden, sind bereits für einen Einsatz im Routinebetrieb in Der Deutschen Bibliothek geeignet. Der Aufwand für die Überführung von einem Projekt- in den Regelbetrieb wird als Eigenleistung Der Deutschen Bibliothek erbracht.

IV. Arbeitsteilung / Zusammenarbeit mit Dritten

Zum Zeitpunkt des Antrages ist eine exakte Benennung von nationalen und internationalen Kooperationspartnern bzw. Institutionen, die einen PI-Dienst einführen wollen, nicht möglich.

V. Verwertungsplan

Geplante Ergebnisse des Projektes

Geplante Verwertung der Ergebnisse

VI. Notwendigkeit der Zuwendungen

(Anschlusszuwendung)

Aus den dargestellten Aufgaben ergibt sich der folgende Bedarf für eine Anschlusszuwendung:

Die Laufzeit dieses Projektes soll zwei Jahre betragen.

Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen

AfSArbeitsstelle für Standardisierung
AG-VerbundsystemeArbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme
BISBibliotheks- und Informationssystem der Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg
BVBBibliotheksverbund Bayern
CARMENContent Analysis, Retrieval and MetaData: Effective Networking
CARMEN-AP4Content Analysis, Retrieval and MetaData: Effective Networking - Arbeitspaket 4
CDNLConference of Directors of National Libraries
CENLConference of European National Libraries
CNRICorporation for National Research Initiatives
CoBRA+Computerized Bibliographic Record Actions
DNS-NAPTRDomain Name System - Naming Authority PointR
DOIDigital Object Identifier
DOI-FDOI-Foundation
GBIGesellschaft für betriebliche Information
GBVGemeinsamer Bibliotheksverbund der Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
HBZHochschulbibliothekszentrum des Nordrhein-Westfälischen Bibliotheksverbundes
HEBISHessisches BibliotheksInformationsSystem
HTTPHypertext Transfer Protocol
KOBVKooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg
IESGInternet Engineering Steering Group
IETFInternet Engineering Task Force
ISBNInternational Standard Book Number
ISSNInternational Standard Serial Number
OAIOpen Archives Initiative
OPACOnline Public Access Catalogue
PIPersistent Identifier
RARegistration Agency
SOAPplattform- und systemunabhängiges Protokoll zum Datenaustausch, bei dem XML als Syntax benutzt wird.
SWBSüdwestdeutscher Bibliotheksverbund
URCUniform Resource Characteristic
URIUniform Resource Identifier
URLUniform Resource Locator
URNUniform Resource Name
XMLExtensible Markup Language
W3CWorld Wide Web Consortium


Fussnoten

[1] DOI-Homepage: http://www.doi.org

[2] Informationen zu URNs finden sich z.B. unter folgender URL: http://www.ietf.org/html.charters/urn-charter.html

[3] Ein Uniform Resource Identifier ist ein abstrakter Oberbegriff für URLs, URNs und URCs (Uniform Resource Characteristics).

[4] Internetstandards werden in Form von RFCs (Request for Comments) festgelegt. URN-bezogene RFCs sind unter der folgenden URL verfügbar: http://www.ietf.org/html.charters/urn-charter.html

[5]http://www.handle.net

[6] Informationen zu URN-Anwendungen finden sich unter: http://www.uri.net/urn-nid-status.html
Beschreibungen und weiterführende Informationen zu DOI-Diensten werden unter der folgenden URL bereitgestellt: http://www.doi.org/registration_agencies.html

[7] Projekthomepage: http://www.bis.uni-oldenburg.de/carmen_ap4
Förderkennzeichen: 08SFC04, formale und finanzielle Integration Der Deutschen Bibliothek in CARMEN-AP12 mit dem Förderkennzeichen: 08SFC061

[8]vgl. Abschlussbericht des Projektes CARMEN-AP4 als Anlage 1: zu Nr. 3.1. BnBest-BMBF 98

[9]Während der Testphase haben sich bereits ca. 30% der Universitätsbibliotheken für eine Teilnahme entschieden, ca. 40 % haben Interesse signalisiert.

[10]Gegenwärtig wird der URN-Dienst Der Deutschen Bibliothek zur Auflösung von URNs in URLs im Durchschnitt für jede URN mind. 2,5 mal genutzt. (Bis Juli 2002 wurden insgesamt 1016 URNs  2763 mal aufgelöst.)

[11] URNs bestehen aus mehreren hierarchisch aufgebauten Teilbereichen. Dazu zählen der  Namensraum (NamespaceNID), der sich aus mehreren untergeordneten Unternamensräumen (Subnamespaces, SNID) zusammensetzen kann, sowie der Namensraumbezeichner (Namespace Specific String,  NISS). Das folgende Beispiel zeigt die allgemeine Struktur eines URN: <URN:NID:SNID-NISS>. Innerhalb der URNs sind sowohl die Integration bereits bestehender Nummernsysteme wie z.B. ISBN als auch institutionsgebundene Nummernsysteme auf regionaler oder internationaler Ebene als Namensräume wie z.B. "National Bibliography Number" (NBN) möglich.

[12]Open Archives Initiative (http://www.openarchives.org/)

[13] Dies können URNs innerhalb des Namensraumes "NBN" oder aus externen Namensräumen sein.

[14] vgl. Abschlussbericht des Projektes CARMEN-AP4 als Anlage 1: zu Nr. 3.1. BnBest-BMBF 98